Fintech: Banking Infrastructure

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Die Videos bilden die Grundlage des Themenblocks.

Banking Infrastructure

In einem gut 5-minütigen Video erklärt Prof. Dr. Thomas Ankenbrand die Einsatzmöglichkeiten von FinTech im Bereich der Banking Infrastructure sowie die Vorteile, die sich dadurch für die Kunden ergeben.

Quelle

iconomix. Banking Infrastructure mit Prof. Dr. Thomas Ankenbrand (24.06.2020, Dauer 05:26 Min.), aufbereitet mit nanoo.tv

Chinesische Multifunktions-Apps

Ein zweiminütiges Video über WeChat und Alipay, die das Bezahlsystem in China revolutioniert haben. Sie haben bewiesen, dass neue Technologien und Konsumentenbedürfnisse einen Strukturwandel auslösen können.

Quelle

Bloomberg QuickTake. U.S. Banks Are Terrified of Chinese Payment Apps (20.05.2019, Dauer: 02:12 Min.), aufbereitet mit nanoo.tv

Der Inhalt der Videos ist hier zusammengefasst.

Banking Infrastructure

In einem gut 5-minütigen Video erklärt Prof. Dr. Thomas Ankenbrand die Einsatzmöglichkeiten von FinTech im Bereich der Banking Infrastructure sowie die Vorteile, die sich dadurch für die Kunden ergeben.

Laufzeit: 05:26 Minuten

Einführung (00:00)
Die Banking Infrastructure ist die Grundlage für das Funktionieren von Banken. Neben den physischen Betriebsmitteln wie Bankschalter und Bürogebäude gehören dazu auch die digitalen Betriebsmittel wie die Informatik.

Fintech im Banking-Infrastructure-Bereich (01:24)
FinTech im Bereich der Bankeninfrastruktur umfasst eine breite Palette von Lösungen. Unter anderem fallen darunter die Benutzerschnittstelle, Handelssysteme für Aktien, Verarbeitung-, sowie Identitäts- und Sicherheitsmanagement. Dabei ergeben sich häufig Überschneidungen zu anderen FinTech-Bereichen, etwa im Bereich Payment, Deposit & Lending oder Investment Management.

Kundenvorteile (03:42)
Innovative Lösungen bringen den Kunden viele Vorteile wie individualisierte Angebote sowie bessere Bequemlichkeit, Preise und Sicherheit.


Chinesische Multifunktions-Apps

Ein zweiminütiges Video über WeChat und Alipay, die das Bezahlsystem in China revolutioniert haben. Sie haben bewiesen, dass neue Technologien und Konsumentenbedürfnisse einen Strukturwandel auslösen können.

Laufzeit: 02:12 Minuten

Einführung (00:00)
In China benutzen Leute Apps wie WeChat und Alipay für fast ihren gesamten Alltag. Sie chatten, shoppen und bezahlen damit.

Die Auswirkugen aufs Bankensystem (00:15)
Viele Chinesen besitzen gar kein Bankkonto. Dies ist nicht zwingend notwendig, da alles über die Apps abgewickelt werden kann. Dementsprechend erhalten die Banken auch keine Kommissionen, wie in der USA und Europa üblich.

Das Quiz beinhaltet vier Fragen zum Thema Banking Infrastructure.

Der Arbeitsauftrag bietet die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema.

Dokumente

Der Wissenstext bietet fachlich fundierte Hintergrundinformationen zum Thema.

Banking Infrastructure als Fundament

Banking Infrastructure ist die Grundlage für das Funktionieren von Banken. Zur Infrastruktur gehören neben den physischen Betriebsmitteln, wie zum Beispiel Bankschalter und Bürogebäude, auch die digitalen Betriebsmittel, wie die Informatik. FinTech befasst sich generell mit der Entwicklung und Bereitstellung innovativer Lösungen in diesen Bereichen. In anderen Worten: FinTech ist die innovative Speerspitze des digitalen Bankwesens.

Die Informatikinfrastruktur von Schweizer Banken ist auf hohem Niveau. Im Zentrum jeder Bank steht dabei eine Kernbankensoftware, die von spezialisierten Unternehmen angeboten wird. Dabei handelt es sich um eine Standardsoftware, welche auf die Bedürfnisse der einzelnen Banken angepasst wird. Der Betrieb dieser Software wird von den meisten Banken nicht anhand einer eigenen Computerhardware sichergestellt, sondern an spezialisierte Rechenzentren ausgelagert (Outsourcing). Das macht Sinn, weil so die Informatikkosten günstiger sind, als wenn jede Bank ihre eigene Software entwickelt und ein eigenes Rechenzentrum unterhält.

FinTech im Banking-Infrastructure-Bereich

Der FinTech-Bereich, der sich auf die Banking Infrastructure fokussiert, umfasst eine breite Palette von Lösungen und lässt sich folgendermassen einteilen:

Dabei ergeben sich auch Überschneidungen zu anderen FinTech-Bereichen. So brauchen oftmals Lösungen im Bereich Payment, Deposit & Lending oder Investment Management Schnittstellen oder basieren sogar auf Banking-Infrastructure-Lösungen. Banking Infrastructure selbst kann, neben anderen Technologien, wiederum Distributed Ledger Technology (Blockchain) oder künstliche Intelligenz (AI) einsetzen. Ende 2019 wurden 115 FinTech-Unternehmen im Bereich Banking Infrastructure in der Schweiz gezählt. Das entspricht 30 Prozent der FinTech-Unternehmen und zeigt die Bedeutung.

Kundenvorteile

Innovative Banking-Infrastructure-Lösungen bringen den Kunden folgende Vorteile:

Dabei können auch neue Banken, sogenannte Neo-Banken, entstehen, welche ganz ohne stationäre Filialen auskommen. Ein Beispiel ist Revolut, welche auch in der Schweiz aktiv ist. Gestartet ist sie mit einer Debitkarte und günstigen Fremdwährungskursen. Aktuell hat sie eine europäische Banklizenz und erweitert ihr Produktangebot in Richtung Wertschriftenhandel und Versicherungen. Neben günstigen Preisen fällt sie auch mit jungen, trendigen Benutzerschnittstellen und personalisierten Dienstleistungen wie Budgetplanung auf. Es versteht sich von selbst, dass die angebotenen Dienstleistungen 7/24 verfügbar sind.

Ein Problem von Banking Infrastructure sind oftmals die mangelnden Schnittstellen zwischen den verschiedenen Computersystemen von Banken und FinTech-Unternehmen. Dieses Problem wird mit Open Banking über sogenannte APIs (Application Programming Interfaces) gelöst, welche es erlauben, dass innovative Apps von FinTech-Unternehmen direkt auf Kontoinformationen bei Banken zugreifen können, um den Kunden neue, innovative Dienstleistungen anzubieten. Dies natürlich nur, wenn der Bankkunde damit einverstanden ist.

Quellen

  • Ankenbrand, T., Bieri, D., & Dietrich, A. (2019). IFZ FinTech Study 2019. Zug: IFZ.
  • Ankenbrand, T., Bieri, D., Dietrich, A. & Illi, N. (2020). IFZ FinTech Study 2020. Zug: IFZ.

Ressourcen für den Einstieg in den Unterricht oder zur Vertiefung sind hier vermerkt.

Mehr zum Thema

Hier sind verschiedene Unterrichtsszenarien skizziert.

Didaktische Hinweise

Dieser Video-Themenblock ist für den Einsatz im Unterricht konzipiert und lässt sich leicht in eine bestehende Unterrichtssequenz einbauen.

Unterrichtsvorbereitung
Wie sollen die Lernenden gleichzeitig ein Video schauen und die dazugehörigen Arbeitsaufträge bearbeiten? Das nachfolgende Schema hilft, Klarheit zu schaffen.

Unterrichtszenarien
Daraus ergibt sich das jeweils passende Unterrichtsszenario. Hier sind vier gängige Szenarien dargestellt (zur Vereinfachung ohne die Unterscheidung, was im und was ausserhalb des Unterrichts geschieht):

Lernziele für diese Sequenz

Die Lernenden sind in der Lage …

  1. … in eigenen Worten zu erklären, wie sich der Kontakt zwischen Banken und ihren Kunden über die Zeit entwickelt hat.
  2. … je einen Vorteil zu nennen, der durch die Digitalisierung in den Bereichen Verarbeitung, Benutzerschnittstelle und Infrastrukturtechnologie entstanden ist.
  3. … die wichtigsten Funktionen von Multifunktions-Apps wie WeChat aufzuzählen und deren mögliche Auswirkungen auf den Bankensektor zu erkennen.

Stichwörter

Apps, Banken, Benutzerschnittstellen, Digitalisierung, Fintech, Online-Banking

Dokumente

  • Arbeitsauftrag
  • Lösungshinweise

Letzte Änderung:

((Hier sind die Anpassungen in Folge einer Überarbeitung vermerkt))

Aktualisiert

22.10.2020

Dieser Themenblock entstand unter Beteiligung von:

Konzeption

iconomix

Fachberatung & Skript

Thomas Ankenbrand, Prof. Dr. oec.
Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, Hochschule Luzern

Didaktische Beratung Arbeitsauftrag

Dr. Daniel Schmuki
Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung

Videos

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Korrektorat

Rotstift AG, Bern