Banken und Finanzkrisen

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Das Video bildet die Grundlage des Themenblocks.

Banken und Finanzkrisen

In einem 20-minütigen Video erklärt Aymo Brunetti, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Bern, das Bankgeschäft im Allgemeinen, wie es zur Finanzkrise 2008 kam und welche wirtschaftspolitischen Massnahmen dagegen wirkten.

Quelle

Universität Bern. Banks and Financial Crises explained (März 2019, Dauer: 20:34), aufbereitet mit nanoo.tv

Nachfolgend sind die Einleitung und die fünf Kapitel des Videos Banken und Finanzkrisen einzeln dargestellt.

Einleitung

Die Finanzkrise 2008 hatte das Potential zu einer einschneidenden wirtschaftlichen Katastrophe zu werden, wie die Grosse Depression der 1930er Jahre. Um das Entstehen der Finanzkrise und die globale Wirtschaftsreaktion darauf begreifen zu können, müssen wir erst wissen, wie Banken funktionieren.

Kapitel 1: Wie Banken funktionieren

Das erste Kapitel widmet sich dem traditionellen Geschäftsmodell einer Bank.

Kapitel 2: Risiken von Banken

Im zweiten Kapitel werden die Begriffe Liquiditätsrisiko und Solvenzrisiko erklärt.

Kapitel 3: Wie Banken untereinander handeln

Das dritte Kapitel thematisiert den Interbankenhandel.

Kapitel 4: Was führte zur Finanzkrise ab 2008?

Kapitel vier illustriert eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale als Grundmechanismus jeder Finanzkrise. Als konkretes Beispiel dient die Finanzkrise ab 2008 mit dem Konkurs der Investmentbank «Lehman Brothers».

Kapitel 5: Die globale politische Reaktion

Das fünfte und letzte Kapitel thematisiert die Massnahmen der globalen Wirtschaftspolitik, welche die angelaufene Abwärtsspirale zu stoppen anstrebte.

Der Inhalt des Videos ist hier zusammengefasst.

Zusammenfassung

Das Video «Banken und Finanzkrisen» behandelt in den Kapiteln eins bis drei ganz generell, wie Banken funktionieren, welchen Risiken sie durch ihr Geschäft ausgesetzt sind und damit zusammenhängend, wie Banken untereinander Handel betreiben. Spezifischer wird das Video im zweiten Teil, in Kapitel vier und fünf, der sich dem Entstehen der Finanzkrise und der wirtschaftspolitischen Reaktion weltweit widmet. Dieser zweite Teil setzt das Grundlagenwissen des ersten Teils, d.h. Kapitel eins bis drei, voraus.
Laufzeit: 20:34 Min


Einleitung

Die Finanzkrise 2008 hatte das Potenzial, zu einer einschneidenden wirtschaftlichen Katastrophe zu werden, wie die Grosse Depression der 1930er-Jahre. Um das Entstehen der Finanzkrise und die globale Wirtschaftsreaktion darauf begreifen zu können, müssen wir erst wissen, wie Banken funktionieren.

Kapitel 1: Wie Banken funktionieren

Das erste Kapitel widmet sich dem traditionellen Geschäftsmodell einer Bank. Banken verwahren einerseits Ersparnisse von Kunden («Sparer») und vergeben andererseits Kredite («Kreditnehmer»). Die Bank erfüllt in diesem Zusammenhang die Funktion der Fristentransformation, indem sie die kurzfristig angelegten Beträge von Sparerinnen und Sparern in langfristige Kredite für Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer umwandeln.

Da die kurzfristigen Zinsen, welche Bankkunden für ihre Ersparnisse erhalten, tiefer sind als die langfristigen Zinsen, welche die Bank von Kreditnehmern erhält, macht die Bank Gewinn. Dies nennt sich Zinsdifferenz oder Zinsmarge.

Weiter wird das Modell einer stilisierten Bankbilanz aufgezeigt. Auf der linken Seite, der Verwendungsseite der Bilanz finden sich vergebene Kredite und Bargeld. Auf der rechten Seite, der Mittelherkunftsseite der stilisierten Bankbilanz, sind Eigenkapital der Bank sowie Einlagen der Sparerinnen und Sparern.

Bei einem Zahlungsausfall der Kreditnehmer muss die Bank den Verlust mit Eigenkapital absichern können. Die Höhe des Eigenkapitals bei Banken ist in den Jahren vor der Finanzkrise stark gesunken. Vor 100 Jahren lag das Eigenkapital von Banken noch bei 20 Prozent, kurz vor 2007 um die 2 Prozent der Bilanzsumme.

Kapitel 2: Risiken von Banken

Im zweiten Kapitel werden die Begriffe Liquiditätsrisiko und Solvenzrisiko erklärt.

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass alle Sparerinnen und Sparer gleichzeitig ihre Einlagen abheben möchten. Das bei einer Bank verfügbare Bargeld würde nicht ausreichen und die Bank wäre zahlungsunfähig. Ein solcher Bankensturm löste in den 1930er-Jahren die Grosse Depression aus.

Um die Wahrscheinlichkeit eines Bankensturmes und somit das Liquiditätsrisiko zu senken, sind Guthaben in der Schweiz mittels Einlagesicherung bis zu 100 000 Franken versichert.

Das Solvenzrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass Kreditnehmer die Kredite nicht zurückzahlen können und die Bank diese Verluste mit dem Eigenkapital ausgleichen muss. Wenn die Zahlungsausfälle der Schuldner grösser sind als das Eigenkapital kann eine Bank insolvent werden.

Kapitel 3: Wie Banken untereinander handeln

Das dritte Kapitel thematisiert den Interbankenhandel. Das Modell der Bankbilanz wird um das Wertpapiergeschäft auf der Verwendungsseite sowie den Geldmarkt auf der Mittelherkunftsseite ausgebaut. Die Banken nehmen auf dem Geldmarkt kurzfristige Kredite von anderen Banken oder Unternehmen auf. Mittels dieser Kredite investiert die Bank in Wertpapiere. Auch hier verdient die Bank mit der Differenz zwischen dem zu zahlenden Zins am Geldmarkt und dem Zins der Wertpapiere, welchen sie erhält. Vor der Finanzkrise war der von den Banken zu zahlende Zins am Geldmarkt in der Regel relativ tief. Dementsprechend florierte der Interbankenhandel in Form von kurzfristigen Verschuldungen vor der Krise und führte zu einer dichten Vernetzung der Banken.   

Kapitel 4: Was führte zur Finanzkrise ab 2008?

Die vorhergehenden Videos legen die Grundsteine für die Thematik von Kapitel vier. Kapitel vier illustriert die sich selbst verstärkende Abwärtsspirale als Grundmechanismus jeder Finanzkrise. Als konkretes Beispiel dient die Finanzkrise ab 2008 mit dem Startpunkt des Konkurses der Investmentbank Lehman Brothers.

Ab 2007 wuchsen Zweifel an der Werthaltigkeit von Wertpapieren in Bezug auf den US-amerikanischen Immobilienmarkt. Das Vertrauen in Immobilienmarktpapiere nahm ab, sie wurden von Finanzmarktteilnehmern verkauft und ihre Preise sanken. Die daraus entstandene Wertminderung zeigte sich als Verlust in den Bilanzen der Banken und verminderte deren Solvenz. Das Solvenzrisiko wuchs.

Aufgrund des erhöhten Solvenzrisikos konnten sich die Banken weniger Geld auf dem Geldmarkt leihen. Dieser Umstand wiederum liess das Liquiditätsrisiko der Banken ansteigen.

Um das Liquiditätsrisiko zu mindern und in kurzer Frist Bargeld zu erhalten, verkauften viele Banken gleichzeitig ihre Wertpapiere. Die logische Folge einer solchen Aktion ist, dass die Preise für Wertpapiere sinken. Dies zeigte sich wiederum als Verlust in den Bilanzen der Banken, das Solvenzrisiko stieg erneut an und die Abwärtsspirale nahm ihren Lauf.

Das gegenseitige Aufschaukeln von Liquiditäts- und Solvenzrisiken kann als typisch für eine Finanzkrise bezeichnet werden.

Kapitel 5: Die globale politische Reaktion

Das fünfte und letzte Kapitel thematisiert die Massnahmen der globalen Wirtschaftspolitik mit dem Ziel, die angelaufene Abwärtsspirale zu stoppen.

Als erste Massnahme gaben die Zentralbanken den Banken im Tausch gegen Kreditforderungen oder Wertpapiere Geld. Dies, um zu verhindern, dass die Banken ihre Wertpapiere weiter an der Börse verkaufen und die Preise weiter sinken.

Die zweite Massnahme bestand darin, dass der Staat das Eigenkapital der Banken stärkte, um diese vor der Insolvenz zu bewahren.

Die Kombination der beiden Massnahmen zielte sowohl auf das Liquiditäts-, als auch das Insolvenzproblem. Die Abwärtsspirale konnte so gestoppt, grössere Bankenkollapse aufgehalten und eine Wiederholung der Grossen Depression der 1930er-Jahre verhindert werden.

Das Quiz beinhaltet sechs Fragen zum Thema Banken und Finanzkrisen.

Der Arbeitsauftrag bietet die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema.

Dokumente

Der Wissenstext bietet fachlich fundierte Hintergrundinformationen zum Thema.

Die Entstehung der Finanzkrise – ein Erklärungsversuch

Nach der Jahrtausendwende kam es in den USA zu einem beispiellosen Immobilienboom, gefolgt von einem ebenso einzigartigen Crash. Dieser infizierte schrittweise die gesamte Finanzbranche und weitete sich zu einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise aus.

Zwischen 2007 und 2009 fällt die Weltwirtschaft in die schlimmste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Um der Krise entgegenzuwirken werden die Geldschleusen der Notenbanken weit geöffnet und milliardenschwere Konjunkturpakete beschlossen. Wie konnte es so weit kommen?

Die Vorgeschichte

Nach dem Platzen der Spekulationsblase an der US-Technologiebörse im März 2000 und den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gleitet die Weltwirtschaft in einen Konjunkturabschwung. Die US-Notenbank und andere Zentralbanken reagieren mit raschen und starken Zinssenkungen, um eine drohende Rezession zu bekämpfen.

Die Leitzinsen bleiben über mehrere Jahre hinweg auf tiefem Niveau, sodass Geschäftsbanken ihren Kunden günstige Kredite anbieten können. Unter anderem fallen die Zinsen für Hypothekarkredite. Gerade Haushalte reagieren auf diese Situation und nehmen teils massive Kreditvolumen auf, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Davon profitieren wiederum Immobilienmakler, die ebenso wie die Banken in der Kreditvermittlung ein ertragsstarkes Geschäft erkennen. Alles in allem nimmt die Verschuldung im Privatsektor stark zu, insbesondere in den USA.

Nicht nur Haushalte und Finanzinstitute sind am Immobiliengeschäft interessiert. Aufgrund tiefer Zinsen oder zu hoher Risiken sind viele Anlageformen für Investoren gerade wenig attraktiv. Auf dem US-Immobilienmarkt winken indes gute Renditen bei scheinbar geringen Risiken, gelten doch Immobilien traditionell als sichere Anlagen. Die in- sowie ausländische Nachfrage nach Immobilien in den USA steigt, ebenso die Häuserpreise. Der Markt boomt.

Ausweitung der Hypothekenvergabe

Durch die starke Ausweitung der Kreditvergabe werden kreditwürdige Hypothekarschuldner bald schon rar. Gleichzeitig suchen Investoren weiterhin nach Ertragsmöglichkeiten im Häusermarkt. Um dieser Nachfrage nachzukommen, senken Banken die Anforderungen an Kreditschuldner und vergeben immer häufiger Hypotheken an sogenannte Subprime-Schuldner: Haushalte, die üblicherweise als wenig kreditwürdig gelten.

Das Subprime-Segment wächst rasch: Gehörte im Jahr 2000 erst jede zwanzigste neue Hypothek zur Subprime-Kategorie, ist es 2004 bereits jede fünfte. Bei der Erschliessung des Marktes spielt die US-amerikanische Politik eine wesentliche Rolle. Einerseits beginnt die Regierung im Rahmen staatlicher Wohnbauförderung, einkommensschwache Haushalte bei einem Immobilienerwerb finanziell zu unterstützen. Andererseits sind staatlich unterstützte Hypothekarinstitute unter politischem Druck, sich stärker im Subprime-Geschäft zu engagieren.

Entwicklung neuer Finanzinstrumente

Während die Verschuldung der privaten Haushalte ab 2007 historische Höchstwerte erreicht, wird der Immobilienboom weiter angeheizt. Finanzinnovationen erlauben es den Banken scheinbar, das Hypothekargeschäft auszuweiten, ohne zusätzliche Risiken einzugehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Verbriefung.

Das Ganze funktioniert so: Immobilienmakler und lokale Hypothekarinstitute vermitteln Hypotheken an Kunden. Banken kaufen diese Hypotheken, bündeln mehrere davon in einem Kreditpaket und geben auf dessen Grundlage hypothekarisch gesicherte, zinstragende Wertpapiere aus. Zur Praxis dieser Verbriefung kommt die Strukturierung von Finanzprodukten: Die Portfolios verbriefter Kredite werden in Tranchen mit unterschiedlichen Ausfallrisiken unterteilt, die von Ratingagenturen entsprechend eingestuft werden. Tranchen mit einem guten Rating können auch von Instituten wie Versicherungen und Pensionskassen gekauft werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch den scheibenweisen Verkauf der verbrieften Hypotheken erhalten die Banken zum einen neue Gelder und verringern zum anderen ihre Risiken. Diese verteilen sich auf die Investoren aus aller Welt, zu denen ebenfalls Banken gehören.

Fehleinschätzung der Risiken

Die Finanzinnovationen bergen allerdings auch einige Problemherde. Obwohl verbriefte Kreditpakete bereits seit Jahren existieren, werden neu vermehrt Subprime-Hypotheken von Schuldnern mit schlechter Kreditwürdigkeit gebündelt. Solche zweitklassigen Produkte sind mit höheren Risiken verbunden. Da diese Risiken mehrmals überwälzt und in komplexe Finanzprodukte verschachtelt werden, sind sie kaum mehr ersichtlich. Die Investoren sind daher gezwungen, den Bewertungen der Ratingagenturen quasi blind zu vertrauen. Zugleich haben sowohl die Regulierungsbehörden als auch die Ratingagenturen kaum Erfahrung mit den neuartigen Finanzinstrumenten. Folglich ist deren Handel ungenügend überwacht.

Trotz der vorhandenen Risiken bleiben die Marktteilnehmer weiterhin optimistisch. Das wirtschaftlich gute Umfeld lässt sie nicht an der Sicherheit von Immobilien zweifeln. Das Geschäft mit verbrieften und strukturierten Finanzprodukten auf der Basis von Hypotheken wächst wie der Subprime-Markt rasch: Mitte 2008 sind über 60% aller US-Hypotheken verbrieft und an Investoren verkauft. Die steigenden Häuserpreise und Einkommen schaffen ein Gefühl von wachsendem Wohlstand. Das Risiko von Zahlungsausfällen scheint minimal.

Platzen der Blase

Während der Hochkonjunktur in den Jahren 2004–2006 erhöht die US-Notenbank schrittweise die Zinsen, um die drohende Inflation zu bekämpfen. Auch die Hypothekarzinsen beginnen nun zu steigen. Die Folge: Viele Subprime-Schuldner werden zahlungsunfähig, ihre Kredite platzen und die Banken müssen die Häuser zwangsversteigern. Die Zahl der zum Verkauf angebotenen Immobilien nimmt rasch zu und ab Sommer 2006 beginnen die Häuserpreise zu fallen. Dadurch sind weitere Hypotheken nicht mehr gedeckt und die Zahlungsausfälle mehren sich.

Die rasch steigenden Verluste im Hypothekargeschäft bewirken eine drastische Einschränkung der Kreditvergabe für neue Hypotheken, wodurch die Nachfrage nach Häusern zurückgeht: Ein grösser werdendes Angebot steht damit einer sinkenden Nachfrage gegenüber. Als Folge davon gehen die Häuserpreise weiter zurück.

Aufgrund der starken Preiskorrekturen vermindert sich der Wert vieler Immobilien erheblich. Weil die dazugehörigen Hypotheken nicht länger durch den Hauswert besichert sind, müssen die Kreditschuldner Geld nachschiessen, das jedoch meist nicht vorhanden ist. Diese Faktoren führen zu erneuten Verlusten, Krediteinschränkungen und Zahlungsausfällen. Eine Talfahrt ohne absehbares Ende beginnt.

Folgen für das Finanzsystem und die Realwirtschaft

Der Crash am US-Immobilienmarkt schwappt schnell auf das Finanzsystem über.


Ab Sommer 2007 können die Banken ihre mit Hypotheken besicherten Finanzprodukte zunehmend nicht mehr verkaufen und bleiben auf den faulen Papieren sitzen. Weil diese Produkte zudem stark an Wert verlieren, müssen Banken und andere Investoren riesige Bewertungskorrekturen und Abschreibungen vornehmen. Infolge dieser Entwicklungen geraten 2007/2008 eine Reihe von grossen Finanz- und Hypothekarinstituten in den USA sowie in Europa ins Wanken. Prominentestes Beispiel: der Zusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im September 2008, welcher als Höhepunkt der Bankenkrise angesehen wird.

Auch die Realwirtschaft ist betroffen. Die massiven Verluste im Bankensektor führen in den USA und anderen Ländern ab Herbst 2008 zu einem starken Rückgang der Kreditvergabe und damit auch der Investitionstätigkeit in der übrigen Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer schrumpft und die Arbeitslosigkeit steigt. Der Welthandel bricht regelrecht ein, wovon zusehends auch die aufstrebenden Volkswirtschaften betroffen sind. Einige Staaten – darunter Griechenland – beantragen aufgrund ihrer zu hohen Verschuldung Finanzhilfe beim Internationalen Währungsfonds.

Lehren für die Zukunft

Die Finanzkrise hat unsere Wahrnehmung der auf den Finanzmärkten bestehenden Risiken grundlegend verändert und eindrücklich die Verwundbarkeit des weltweiten Finanzsystems vor Augen geführt. Ohne massive Interventionen von Notenbanken und Regierungen wäre es schlichtweg zum Zusammenbruch des Systems gekommen.

Was unternommen werden muss, damit es nicht erneut zu einer solchen Katastrophe kommt, wird bis heute intensiv diskutiert. Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass auf vielen Gebieten Handlungsbedarf besteht, vorwiegend bei der Regulierung von Banken und deren Geschäften. Dennoch: Der nächste Crash kommt bestimmt.

Quellen

Ressourcen für den Einstieg in den Unterricht oder zur Vertiefung sind hier vermerkt.

Für den Unterrichtseinstieg

Mehr zum Thema

Hier sind verschiedene Unterrichtsszenarien skizziert.

Didaktische Hinweise

Dieser Video-Themenblock ist für den Einsatz im Unterricht konzipiert und lässt sich leicht in eine bestehende Unterrichtssequenz einbauen.

Da das Video in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln verfügbar ist, eignet es sich vorwiegend für das Gymnasium (GYM). Das Tempo der vermittelten Inhalte ist durchaus fordernd. Im Idealfall sollte man sich an die vorgeschlagene Kapitelreihenfolge halten, da oft Bezug zu bereits behandelten Themen hergestellt wird.

Unterrichtsvorbereitung
Wie sollen die Lernenden gleichzeitig ein Video schauen und die dazugehörigen Arbeitsaufträge bearbeiten? Das nachfolgende Schema hilft, Klarheit zu schaffen.

Unterrichtsszenarien
Daraus ergibt sich das jeweils passende Unterrichtsszenario. Hier sind vier gängige Szenarien dargestellt (zur Vereinfachung ohne die Unterscheidung, was im und was ausserhalb des Unterrichts geschieht):

Lernziele für diese Sequenz

Die Lernenden können …

  1. erklären, wie eine Bank funktioniert.
  2. zwei Risiken des Bankgeschäfts benennen.
  3. die Abwärtsspirale der Finanzkrise 2008 erklären.
  4. zwei wirtschaftspolitische Reaktionen der Finanzkrise 2008 in der Schweiz nennen.

Stichwörter

Banken, Geld, Bank-run, Wirtschaftskrise, Bankenkrise, Handel, Börse, Aktien, Anleihen

Dokumente

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Letzte Änderung:

  • Arbeitsauftrag überarbeitet und neu als PDF-Formular

Aktualisiert:

05.02.2020

Dieser Themenblock entstand unter Beteiligung von:

Konzeption

iconomix

Fachberatung

Pascal Meichtry
M.A. HSG in Economics der Universität St. Gallen
Doktorand und Lehrassistent an der Universität Lausanne

Didaktische Beratung Arbeitsauftrag

Dr. Daniel Schmuki
Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung

Video

Universität Bern. Banken und Finanzkrisen (März 2019)
Aufbereitet mit nanoo.tv, der führenden kollaborativen Online-Mediathek für Bildungsinstitutionen in der Schweiz.

Korrektorat

Rotstift AG, Bern