Steuern einfach erklärt

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Steuern einfach erklärt

Das knapp 6-minütige Video von SRF mySchool erläutert Sinn und Zweck der Steuern im Allgemeinen und erklärt das Ausfüllen der Steuererklärung samt Tipps vom Wirtschaftsjournalist Reto Lipp. Weiter spricht das Video an, wofür die Einnahmen aus den Steuern gebraucht werden und wie über diese Verwendung entschieden wird.

Quelle

SRF mySchool. Politik und Gesellschaft: Steuern (21.03.2019, Dauer: 05:40 Min.), aufbereitet mit nanoo.tv

Der Inhalt des Videos ist hier zusammengefasst.

Zusammenfassung

Das Video von SRF mySchool erläutert Sinn und Zweck der Steuern im Allgemeinen und der Wirtschaftsjournalist Reto Lipp gibt Tipps zum Ausfüllen der Steuererklärung. Weiter spricht das Video an, wofür die Einnahmen aus den Steuern gebraucht werden und wie über diese Verwendung entschieden wird.
Laufzeit: 05:39 Minuten


Einleitung (00:00)

Über die Steuerrechnung freut sich vermutlich niemand so richtig – weder Privatpersonen noch Unternehmen. Sogar auf allen Produkten im Verkauf ist die Steuer bereits im Preis einberechnet.

Steuerzweck (00:40)

Bestimmte Güter und Dienstleistungen werden vom Staat bereitgestellt. Diese werden durch die Steuereinnahmen finanziert und dienen in der Regel dem Nutzen der Gemeinschaft.

Geschichte (01:00)

Steuern zahlen ist nichts Neues! Schon früher wurden Steuern bezahlt, jedoch beispielsweise in Form von Naturalien. Im Mittelalter wurden die Steuern als «Zehnt» bezeichnet. Der Begriff «Zehnt» bedeutet, dass 10 Prozent, d.h. der zehnte Teil, der Erträge einmal jährlich als Steuer zu entrichten waren. Ebenfalls üblich war das Leisten von Frondienst für die Allgemeinheit.

Steuerarten und –pflicht (01:26)

In der Schweiz gibt es indirekte und direkte Steuern. Direkte Steuern sind von Einkommen und Vermögen der Privatpersonen, respektive Gewinn und Kapital bei Unternehmen, abhängig. Direkte Steuern sind jährlich zu bezahlen. Die Steuerpflicht gilt ab der Volljährigkeit. Wenn man vor Erreichen des 18. Lebensjahres bereits ein Einkommen – zum Beispiel einen Lehrlingslohn – hat, so muss dieses aber auch versteuert werden. Das Ausfüllen der Steuererklärung mag beim ersten Mal schwierig sein, aber bekanntlich macht ja Übung den Meister.

Steuern deklarieren (02:44)

Bei der Steuererklärung werden alle Einkünfte des Jahres und das Vermögen angegeben. Vor der Volljährigkeit wird das Vermögen innerhalb der Steuererklärung der Eltern deklariert. Als Abzüge vermerkt werden unter anderem Kosten, welche für den Weg zur Arbeit oder die Verpflegung anfallen. Aus den Einkünften, dem Vermögen (bei über 18-Jährigen) und den Abzügen ergibt sich das steuerbare Einkommen. Auf Basis des steuerbaren Einkommens wird die effektiv zu zahlende Höhe der Steuer berechnet. Die Tipps vom Experten Reto Lipp beinhalten, Quittungen und Belege das ganze Jahr über zu sammeln. Weiter sind wichtige Informationen in der Wegleitung der Steuererklärung vermerkt – wer die Wegleitung liest, ist somit im Vorteil. Die meisten kantonalen Steuerämter bieten zudem an, die Steuererklärung online zu erfassen. Das Programm führt durch die Steuererklärung hindurch – so vergisst man nichts und kann zudem Fehler leicht wieder korrigieren.

Einnahmen und Ausgaben (04:45)

Die Steuereinnahmen im Jahr 2016 von Bund, Kantonen und Gemeinden betragen zusammen 138 Milliarden CHF. Am meisten eingenommen wird mit der Einkommenssteuer. Die Einnahmen werden für die Finanzierung verschiedener Bereiche genutzt. Beispielsweise für Bildung, soziale Sicherheit, Kultur, Verteidigung, Gesundheit und Verkehr. In welche Bereiche wie viele Steuereinnahmen fliessen sollen, wird innerhalb eines Budgets auf Ebene Bund, Kanton oder Gemeinde geregelt. Das kantonale Budget wird jeweils vom Kantonsrat, das Gemeindebudget von der Gemeindeversammlung abgesegnet. Ab gewissen Beträgen muss die Regierung zwingend das Einverständnis des Parlaments oder sogar der Stimmbürger einholen. Eine Mitsprache der Bürger ist somit gewährleistet! 

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Dokumente

Der Wissenstext bietet fachlich fundierte Hintergrundinformationen zum Thema.

Die vielfältige Schweizer Steuerlandschaft

Steuern begleiten uns ein Leben lang. Wir zahlen sie auf unser Einkommen, aber auch auf den Produkten, die wir einkaufen, hat es Steuern. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in die Vielfalt und die kantonalen Unterschiede bei den Steuern.

«Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: der Tod und die Steuer.» Dieses Zitat wird Benjamin Franklin zugeschrieben, einem der sieben Gründerväter der Vereinigten Staaten. An seiner wohl etwas scherzhaft gemeinten Aussage ist etwas Wahres dran, denn auf die Steuern können wir uns bisher verlassen. Und das wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern.

Die Wenigsten zahlen gerne Steuern. Doch viele Leistungen des Staates setzen wir als selbstverständlich voraus: die öffentliche Sicherheit, die Bildung, das Rechtssystem, Strassenreinigung und -beleuchtung, Schneeräumung im Winter, etc. Gewisse vom Staat erbrachte Leistungen werden ganz oder teilweise den Nutzern in Rechnung gestellt. Dies geschieht zum Beispiel bei der Abfallentsorgung, wo man mit der Sackgebühr mindestens einen Teil der Kosten selber bezahlt.

Andere Leistungen werden vollständig vom Staat finanziert. So ist die obligatorische Schulbildung für die Schüler kostenlos. Es wäre zwar theoretisch möglich, von den Eltern kostendeckende Schulgebühren zu verlangen, doch das tun wir aus sozialpolitischen Gründen nicht. Und wie sollen die Kosten für die Schneeräumung oder die öffentliche Sicherheit auf die Nutzer abgewälzt werden? Dies ist wohl nicht einmal theoretisch möglich. Damit sind Steuern zur Finanzierung gewisser öffentlicher Leistungen unausweichlich.

Die verschiedenen Steuerarten

In der Schweiz erheben alle drei Staatsebenen, der Bund, die Kantone und die Gemeinden, zur Erfüllung ihrer Aufgaben verschiedene Arten von Steuern.

Abbildung 1: Anteile an den gesamten Steuereinnahmen in der Schweiz (Bund, Kantone, Gemeinden) pro Steuerart. Die Summe der Steuereinnahmen (sog. Fiskalertrag) beträgt 143 Milliarden Franken.

Die wichtigste Einnahmequelle für den Bund ist die Mehrwertsteuer. Bei den Kantonen und Gemeinden dominieren die Einkommenssteuern für natürliche Personen und die Gewinnsteuern für Unternehmen. Über alle Staatsebenen hinweg sind die Einkommenssteuern die wichtigste Einnahmequelle; sie bringen pro Jahr rund 54 Milliarden Franken oder rund 38 Prozent der gesamten Steuereinnahmen ein.

An zweiter Stelle folgt die Mehrwertsteuer mit rund 23 Milliarden Franken. Die Mehrwertsteuer müssen Sie nie selbst bezahlen, doch in der Regel wälzen die Unternehmen diese auf den Preis ab. Die Steuer steckt also gewissermassen im Preis drin (deshalb können Sie auf der Quittung Ihres Einkaufs sinngemäss lesen «inkl. Mehrwertsteuer»). Praktisch gleichauf folgen auf dem dritten Platz die Gewinnsteuern der Unternehmen mit einem Aufkommen von jährlich 21 Milliarden Franken (14 Prozent).

Abbildung 1 stellt die Anteile der drei einnahmenmässig gewichtigsten Steuerarten an den gesamten Steuerinnahmen dar.

Erfolgreicher Föderalismus oder «Kantönligeist»?

Sie haben mit Sicherheit schon gehört (oder selbst erlebt), dass in der Schweiz die Steuerbelastung von Kanton zu Kanton und sogar von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich sein kann. Das ist in der Tat so und hat damit zu tun, dass die Schweiz ein Bundesstaat ist, in dem die Kantone viel Gestaltungsfreiheit haben. Dies gilt auch bei den Steuern. Sie dürfen die Steuersätze, also die Steuerbelastungen in Prozent des steuerbaren Einkommens, selbst und nach eigenem Gutdünken festlegen (man spricht von kantonaler Tarifautonomie). Im Weiteren steht es den Kantonen frei, jede erdenkliche Steuer einzuführen, die sie möchten (sofern es das Bundesrecht nicht ausdrücklich verbietet). Die Steuerpolitiker in den Kantonen und Gemeinden zeigen sich dabei durchaus kreativ, wie Hunde-, Schenkungs-, Billett-, Motorfahrzeug- oder Beherbergungssteuer beweisen. Diese kantonale Vielfalt in der Ausgestaltung der Steuerpolitik wird – je nach Perspektive – häufig als erfolgreicher Föderalismus gelobt oder als Kantönligeist kritisiert.

Die Kantone geniessen zwar weitgehende Tarifautonomie, das Bundesgesetz macht ihnen aber genaue Vorgaben, wie das steuerbare Einkommen bestimmt wird. Überall in der Schweiz müssen Sie bspw. das Erwerbs- und Vermögenseinkommen (zum Beispiel Zinsen) versteuern und die Berufskosten (bspw. für den Arbeitsweg oder die auswärtige Verpflegung während der Arbeit) dürfen abgezogen werden. Man spricht in diesem Zusammenhang vom Nettoprinzip. Sie müssen also nicht Ihren gesamten erzielten Lohn versteuern, sondern Sie dürfen die Kosten, die sie hatten, um den Lohn zu erwirtschaften, bei den Einkommenssteuern abziehen. Die Steuererklärung sieht deshalb in allen Kantonen sehr ähnlich aus.

Die grossen steuerpolitischen Freiheiten der Kantone beim Festsetzen der Steuersätze sind verknüpft mit der Aufgabenverteilung zwischen Bund und Kantonen. Der Bund übernimmt nur diejenigen Aufgaben, die ihm die Bundesverfassung ausdrücklich überträgt. Dazu gehören zum Beispiel die Landesverteidigung oder die Geld- und Währungspolitik. Alles, was nicht ausdrücklich dem Bund übertragen ist, ist Sache der Kantone. Man denke etwa an die Bildung, die Gesundheitsversorgung oder die Polizei, um nur einige Beispiele zu nennen, bei denen die Kantone weitgehende Gestaltungsspielräume haben und grösstenteils auch für die Finanzierung aufkommen müssen.

Die Bedeutung der Kantone in der Steuer- und Ausgabenpolitik kommt in folgenden Zahlen zum Ausdruck: Rund 53 Prozent der gesamten Steuereinnahmen in der Schweiz fliessen zu Kantonen und Gemeinden. Die verbleibenden 47 Prozent gehen zum Bund. Die Bedeutung der regionalen und lokalen Staatsebenen (in der Schweiz nennen wir sie Kantone und Gemeinden) ist damit im internationalen Vergleich ausgesprochen hoch. Mit Ausnahme von Kanada wird in keinem anderen Industrieland ein so grosser Anteil der Steuereinnahmen von regionalen und lokalen Behörden erhoben.

Unterschiedliche Steuerbelastungen in den Kantonen und Gemeinden

Wie bereits angetönt, führen diese föderalistisch geprägten Spielregeln zu grossen Unterschieden in der Steuerbelastung.

Abbildung 2: Einkommenssteuerbelastung bei Bund, Kantonen und Gemeinden in Prozent des Bruttoeinkommens. Beispiel einer ledigen Person ohne Kinder mit einem Bruttoeinkommen von 500 000 Franken.


Die nachfolgenden Abbildungen zeigen die Steuerbelastung in Prozent für jede Schweizer Gemeinde. Abgebildet sind zwei sehr unterschiedliche Haushaltskonstellationen. Abbildung 2 zeigt die Steuerbelastung in Prozent für eine ledige Person ohne Kinder mit einem Bruttoeinkommen von 500 000 Franken, Abbildung 3 für ein Zweiverdiener-Ehepaar mit 2 Kindern und einem Bruttoeinkommen von 100 000 Franken. Die obere Abbildung ist also für eine sehr einkommensstarke alleinstehende Person massgebend, die untere für eine klassische Mittelstandsfamilie. Die Farbskala geht von Dunkelblau über Grün bis Rot. Gemeinden mit niedriger Steuerbelastung sind blau eingefärbt, Gemeinden mit hoher Steuerbelastung sind rot eingefärbt.

Abbildung 3: Einkommenssteuerbelastung bei Bund, Kantonen und Gemeinden in Prozent des Bruttoeinkommens. Beispiel eines Zweiverdiener-Ehepaares mit zwei Kindern und einem Bruttoeinkommen von 100 000 Franken.

Aus den Grafiken lassen sich folgende Erkenntnisse zur Schweizer Steuerlandschaft ablesen.

  1. Die Unterschiede in den Steuerbelastungen zwischen den Kantonen und Gemeinden in der Schweiz sind gross. Für die ledige Person mit einem Bruttoeinkommen von 500 000 Franken reicht das Spektrum von rund 19% bis knapp 37%. Auch beim Zweiverdiener-Ehepaar mit zwei Kindern und einem Einkommen von 100 000 Franken spielt der Wohnort eine bedeutende Rolle: Die Steuerbelastung variiert zwischen knapp 1% und rund 9%.
  2. Die Grafiken bringen ein geografisches Muster zum Ausdruck. Tendenziell steigt die Steuerbelastung an, wenn Sie sich in Richtung Westen des Landes bewegen. Gerade die französischsprachige Schweiz hat traditionell einen stärker ausgebauten Staat und dementsprechend in der Tendenz auch eine höhere Steuerbelastung. Besonders steuergünstig lebt es sich in den kleinen Zentralschweizer Kantonen.
  3. Die zwei abgebildeten Karten sind sich farblich zwar ähnlich, doch es gibt auch Unterschiede. Diese Unterschiede widerspiegeln den Gestaltungsspielraum der Kantone in der Steuerpolitik. So sind diverse kleine Kantone, wie diejenige in der Zentralschweiz oder Appenzell Innerrhoden, für den gut verdienenden Ledigen besonders attraktiv; für die Mittelstandsfamilie liegen die gleichen Kantone in Bezug auf die Steuerbelastung hingegen im Schweizer Mittelfeld. Umgekehrt gehören zum Beispiel die Kantone Genf, Tessin und Wallis für die abgebildete Mittelstandsfamilie zu den steuerlich attraktiveren, für den gut verdienenden Alleinstehenden sind sie hingegen eher teuer.

Quellen

Links zum Thema

Als Quellen für das vorliegende Glossar dienten unter anderem die folgenden Websites:

Berufskosten
Unter die Berufskosten fallen die Kosten, die unmittelbar für die Einkommenserzielung nötig sind. Das sind Fahrkosten zwischen Wohn- und Arbeitsort, die Mehrkosten für die auswärtige Verpflegung und die Weiterbildungskosten.
Budget
Ein Budget ist ein Gesamtplan der Einnahmen und Ausgaben für einen bestimmten, zukünftigen Zeitraum. Die erwarteten Einnahmen werden den geplanten Ausgaben gegenübergestellt. Beispiel: Sie listen bereits im Januar auf, welche Käufe Sie mit Ihrem Lohn im Februar tätigen möchten.
Dienstleistung
Dienstleistungen gehören zu den immateriellen Gütern. Diese bezahlten Tätigkeiten können zum Beispiel in einer Untersuchung durch den Arzt, einer Rechtsberatung oder einer Versicherungsleistung bestehen.
Direkte Steuern
Bei den direkten Steuern zahlt der Steuerschuldner die Steuern an das Gemeinwesen. Er trägt die Steuerlast auch wirtschaftlich, weil er sie nicht auf jemand anderen überwälzen kann. Typische Beispiele sind die Einkommens- und Vermögenssteuern bei natürlichen Personen oder die Gewinn- und Kapitalsteuern bei juristischen Personen.
Einkommen
Einkommen sind Leistungen, meist in Form von Geld, die man für die Ausübung von Tätigkeiten während eines Zeitraumes erhält. Beispiel: Die monatlichen Lohnzahlungen gehören zu Ihrem Einkommen.
Frondienst
Frondienst bezeichnete im Mittelalter persönliche Dienstleistungen von Bauern für ihre Grundbesitzer. Frondienst ist in der Regel Arbeit, die nicht mit Geld bezahlt wird.
Gemeinwesen
Gemeinwesen bezeichnet alle Organisationsformen des menschlichen Zusammenlebens, die grösser als eine Familie sind. Beispiel: Ihre Wohnortgemeinde, Ihr Kanton oder die Schweiz.
Gewinn
Der Gewinn eines Unternehmens ist der Unterschied zwischen Aufwand und Ertrag. Beispiel: Ein Händler kauft Ware zum Preis von CHF 5 / Kilogramm ein und verkauft zum Preis von CHF 6 / Kilogramm. Sein Gewinn beträgt CHF 1 / Kilogramm.
Gut
Ein anderes Wort für Ware oder Produkt.
Indirekte Steuern
Bei indirekten Steuern bezahlt der Steuerschuldner die Steuern an das Gemeinwesen, aber er trägt die Steuern wirtschaftlich nicht selber, sondern überwälzt sie an den Endkonsumenten. Typische Beispiele sind die Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer oder Tabaksteuer.
Juristische Personen
Juristische Personen sind Konstrukte, die eine eigene Rechtspersönlichkeit haben und selber Träger von Rechten und Pflichten sind. Dazu gehören Kapitalgesellschaften (z.B. Aktiengesellschaften), Genossenschaften, Vereine oder Stiftungen.
Kapital
In diesem Zusammenhang ist das Kapital eines Unternehmens ähnlich dem Vermögen einer Privatperson. Das Kapital wird unterschieden in Sachkapital und Geldkapital. Beispiel: Maschinen, die zur Produktion von Waren genutzt werden gehören zum Sachkapital.
Lohnausweis
Einmal jährlich (meistens im Januar) stellt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Formular mit den Informationen zu den erhaltenen Löhnen des vergangenen Jahres aus. Pro Arbeitgeber erhalten Sie in der Regel einen Lohnausweis.
Mehrwertsteuer (MWST)
Die Mehrwertsteuer (MWST) ist eine allgemeine Verbrauchs- und Konsumsteuer und wird auf den Endkonsumenten überwälzt. Die Konsumenten zahlen damit die MWST über die Einkäufe von Sachen (z.B. Kleider und Lebensmittel) und Dienstleistungen (z.B. Coiffeur). Sie wird ausschliesslich vom Bund erhoben und dient zur Deckung der allgemeinen Bundesausgaben.
Naturalien
Landwirtschaftliche Produkte oder Rohstoffe, die anstelle von Zahlungsmittel verwendet werden. Beispiel: Sie leihen sich von Ihrem Nachbar die Leiter zum Obstpflücken aus und bringen ihm nachher ein Kilogramm der geernteten Früchte.
Natürliche Personen
Von einer natürlichen Person spricht man im Steuerwesen, wenn es um eine steuerpflichtige Privatperson geht.
Objektsteuer
Objektsteuern belasten ein einzelnes Steuerobjekt ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen. Beispiel: Die Mehrwertsteuer ist für alle gleich, egal ob man ein hohes oder ein tiefes Einkommen hat.
Soziale Sicherheit
Soziale Sicherheit bezeichnet den Schutz vor sogenannten sozialen Risiken wie Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit oder Mutterschaft. Beispiel für soziale Sicherheit in der Schweiz sind die gesetzliche Altersvorsorge, die Krankenversicherung oder die wirtschaftliche Sozialhilfe.
Steuerbares Einkommen
Als steuerbares Einkommen gelten die Einkünfte minus Abzüge wie Berufskosten oder Sozialabgaben.
Steuerobjekt
Als Steuerobjekt wird ein Gegenstand, eine wirtschaftliche Verhaltensweise oder ein Geldbetrag bezeichnet, an den eine Steuerpflicht geknüpft ist. Zum Beispiel: Ein Hund ist das Steuerobjekt, das die Hundesteuer als Steuerpflicht auslöst.
Steuerprogression
Bei der Steuerprogression steigt die Steuerbelastung überproportional. Je höher das Einkommen, desto höher ist der Prozentsatz der zu bezahlenden Steuern. Die Höhe der Steuern steigt bei steigendem Einkommen somit nicht nur absolut, sondern auch prozentual.

Ressourcen für den Einstieg in den Unterricht oder zur Vertiefung sind hier vermerkt.

Mehr zum Thema

Hier sind verschiedene Unterrichtsszenarien skizziert.

Didaktische Hinweise

Dieser Video-Themenblock ist für den Einsatz im Unterricht konzipiert und lässt sich leicht in eine bestehende Unterrichtssequenz einbauen. Er eignet sich gut als Einstieg in die Steuerthematik.

Für Lernende von ABU, DH oder KV eignet sich der vorliegende Themenblock dafür, eher gegen Ende der Schulzeit durchgeführt zu werden, da die Lernenden auf die Zeit nach Abschluss der Berufslehre vorbereitet werden.

Unterrichtsvorbereitung
Wie sollen die Lernenden gleichzeitig ein Video schauen und die dazugehörigen Arbeitsaufträge bearbeiten? Das nachfolgende Schema hilft, Klarheit zu schaffen.

Unterrichtsszenarien
Daraus ergibt sich das jeweils passende Unterrichtsszenario. Hier sind vier gängige Szenarien dargestellt (zur Vereinfachung ohne die Unterscheidung, was im und was ausserhalb des Unterrichts geschieht):

Lernziele für diese Sequenz

Die Lernenden sind in der Lage …

  1. einen Zusammenhang zwischen staatlichen Aufgaben, staatlichen Ausgaben und den Steuern zu formulieren.
  2. die eigene Steuerpflicht zu erklären.
  3. verschiedene Steuerarten im Alltag zu erkennen und zu benennen.

Stichwörter

Gewinnsteuer, Kapitalsteuer, Steuererklärung, Mehrwertsteuer, Staatsausgaben, Staatseinnahmen

Dokumente

  • Arbeitsauftrag
  • Lösungshinweise

Letzte Änderung:

  • Arbeitsauftrag überarbeitet und neu als PDF-Formular
  • Ergänzung um Glossar

Aktualisiert

25.02.2020

Dieser Themenblock entstand unter Beteiligung von:

Konzeption

iconomix

Fachberatung

David Staubli, Dr. rer. oec., Ökonom,
Abteilung Volkswirtschaft und Steuerstatistik,
Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Bern

Didaktische Beratung Arbeitsauftrag

Dr. Daniel Schmuki
Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung

Video

SRF mySchool. Politik und Gesellschaft: Steuern (4/9) (21.03.2019)
Aufbereitet mit nanoo.tv, der führenden kollaborativen Online-Mediathek für Bildungsinstitutionen in der Schweiz.

Korrektorat

Rotstift AG, Bern